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Zuletzt aktualisiert am: 28.01.10 |
Weitwanderwege - Kurzbeschreibungen
Europ Alpen A AL AND B BG BIH BY CH CY CZ D DK E EST F FIN FL GB GR H HR I IRL IS L LT LV M MC MD MK N NL P PL RO RSM RUS S SK SLO TR UKR V YU
Zu Fuß über die Alpen
Auf Wanderwegen von Garmisch nach Brescia Von Hans Losse
Wohl jeder Fernwanderer träumt davon, die Alpen einmal zu Fuß in einer langen Wanderung zu überqueren.
1989 setzte ich diesen langgehegten Wunsch in die Tat um; ich war damals 50 Jahre. alt. Als Weggefährten nahm ich meinen seinerzeit 15 jährigen Sohn Alexander mit; so waren wir ein Team, in dem der eine nicht mehr ganz auf der Höhe seiner Kraft und Ausdauer, der andere noch nicht zu voller Kraftentfaltung gereift war.
Von den bereits beschriebenen Wegen sagte uns keiner so recht zu. Der. E1 verläuft immer einmal wieder entlang von Straßen. Er führt auch meist durch lange Täler, in denen auch Autobahnen, Eisenbahnstrecken und Fernstraßen verlaufen. Seinen höchsten Punkt erreicht der E1 in der Gotthard Paßhöhe (2091 m). So hoch ist mancher Gipfel des Alpenvorlandes.
Der
E2 verläuft mehr am Westrand der Alpen; als daß er das größte europäische
Gebirge überquert. Die Wegführung verläuft etwa entlang der Strecke Basel,
Genf, Nizza.
Die alpine Variante des E4 verläuft in Richtung der Alpenkämme von Ost nach West; er quert die Alpen nicht in Nord Süd Richtung.
Auf dem E5 werden dem Begeher Busse, Züge und Seilbahnen empfohlen. Dieser Weg ist daher kein Fußweg über die Alpen.
Der E6 verläuft am Ostrand der Alpen etwa entlang der Strecke Linz, Graz, Ljubljana.
Der sogenannte Traumpfad von München nach Venedig beginnt und endet in zwei berühmten Städten, die weit von den Alpen entfernt liegen. Aber auch dieser Weg enthält immer einmal wieder ein Stück Straße - Zuviel Asphalt nach unseren Vorstellungen.
Unser
Weg sollte Straßen nur queren und nicht an ihnen entlang laufen. Busse, Züge,
Seilbahnen sollten auf keinen Fall benutzt werden. Andererseits sollte der Weg
auch keine Kletterstellen enthalten; die Schwierigkeiten sollten unter dem
ersten alpinen Grad liegen. Die Gletscherübergänge sollten gefahrlos sein.
So suchten wir zunächst auf der Alpenkarte mit Hilfe eines Gummibandes einen eigenen Weg. Wir spannten das Gummiband unzählige Male von einem Ort am nördlichen Alpenrand zu einem Ort auf der Südseite des Gebirges. Schließlich entschieden wir uns für die Routenführung von Garmisch nach Brescia. Der Weg führt mehrfach über 3.000 m, hat also echten alpinen Charakter. Er ist straßenfrei, enthält aber auch keine Kletterstellen. Die Gletscher werden problemlos am Rande gequert. Daß wir zu seiner Bewältigung dreißig Etappen benötigen würden; wußten wir zu Beginn natürlich noch nicht.
Wegen des Vorrechts bei der Übernachtung in den Berghütten wie auch wegen der Übernachtungsgebühr sollte der Begeher des L1 (so nannten wir unseren Weg scherzhaft) Mitglied im Deutschen Alpenverein sein. Die Beschreibungen sind sehr kurz gehalten. Mit wenigen Sätzen wird jede Etappe charakterisiert. Die Wegbezeichnungen stehen hinter den markanten Punkten. An den Höhenangaben erkennt man, ob es sich um einen An- oder Abstieg handelt.
Da das Gehtempo sehr unterschiedlich ist, habe ich auf die Angabe von Gehzeiten verzichtet. Alle Etappen sind . an einem Tag zu schaffen.
1. Etappe: Von Garmisch - Partenkirchen zum Kreuzeckhaus Diesen knapp dreistündigen Anstieg sollte man noch am Anreisetag bewältigen.
Kompasskarte No. 25, 1 : 50.000
Bahnhof Garmisch-Partenkirchen (708 m) durch den Kurort Eisstadion (708 m) K3 Wellenbad (708 m) K3 Kochelbergalm (870 m) K3 Bayernhaus (1.270m) P2 Garmischer Haus (1.320 m) KE Tröglhütte (1.415 m) KE Kreuzeckhaus (1.615 m)
2. Etappe: Vom Kreuzeckhaus zur Knorrhütte Es geht zunächst hinunter ins Reintat und dann steil hinauf zur Knorrhütte.
Kompasskarte No. 25, 1 : 50.000
Kreuzeckhaus
(1.651 m)
KE 5 / 835 / Bernadeinweg Bockhütte (1.200 m) R 2 / 801 / E4 Angerhütte (1367 m) 801 Knorrhütte (2.051 m)
3. Etappe: Von der Knorrhütte zur Tillfußalm Am dritten Tag verlassen wir Deutschland und gehen nach Österreich hinein. Es geht fast nur bergab.
Kompasskarte No. 25, 1 : 50.000
Knorrhütte (2.051 m) Plattsteig / 815 / 816 Gatterl (2.000 m) 816 Feldherrnjöchl (2.045 m) 816 Steinernes Hütterl (1.925 m) 816 Tillfußalm (1.382 m)
4. Etappe: Von der Tillfußalm nach Wildermieming Am vierten Tag wird die Mieminger Kette überquert.
Kompasskarte No. 25, 1 : 50.000
Tillfußalm (1.382 m) 811 Niedere
Munde (2.059 m)
811 / 32 Alphaus (1.504 m) 31 Wildermieming (852 m)
5. Etappe: Von Wildermieming zur Dortmunder Hütte Zu dieser längeren Wanderung mit Überschreitung des Pirchkogels sollte man sehr früh aufbrechen. Wem diese Etappe zu lang ist, der sollte sie in Stams unterbrechen. Wenn man Stams nach 11.00 Uhr erreicht, sollte man dort bleiben. Eventuell kann man noch auf der Stamser Alm übernachten; bitte telefonisch anfragen. Danach gibt es bis zur Dortmunder Hütte keine Übernachtungsmöglichkeit mehr.
Kompasskarte No. 35, 1 : 50.000
Wildermieming (872 m) Wanderweg Brente (846 m) Wanderweg Affenhausen (846 m) Überquerung der Fernstaße 189 / 6 A Nothelferkapelle (840 m) Wiesenwanderweg Untermieming (803 m) 2 / Hängebrücke über den Inn / Wanderweg / Unterquerung
der Autobahn A 12 / E 60 / Wanderweg Stams (672 m) 4 Hauland (914 m) 7 Mais (1.500 m) 10 / 7 / 152 Stamser Alm (1.858 m) 10 Bärlehnkreuz (2.104 m) 10 Pirchkogl (2.828 m) 10 / 151 / 148 Dortmunder Hütte (1.949 m)
6. Etappe: Von der Dortmunder Hütte zur Gubener Hütte Auf dieser Wanderung darf man am Südende des Stausees den Linksabzweig nicht verpassen, sonst steigt man zum Sulzkogel an.
Kompasskarte No. 35, 1 : 50.000
Dortmunder Hütte (1.949 m) 146 Stausee (2.400 m) 146 Finstertaler Scharte (2.779 m) 146 / Gubener Weg Gubener Hütte (2034 m)
7.
Etappe: Von der Gubener Hütte zur Winnebachseehütte Ein bequemer Weg durch den Südteil der Stubaier Allpen
Kompasskarte No. 43, 1 : 50.000
Gubener Hütte (2034 m) 142 / 145 / Gubener Weg Zwieselbachjoch (2.870 m) 142 Winnebachseehütte (2.362 m)
8. Etappe: Von der Winnebachseehütte zur Amberger Hütte Nach Tagen endlich wieder einmal ein Dorf (Gries), wo die Proviantvorräte ergänzt werden können.
Kompasskarte No. 43, 1 : 50.000
Winnebachseehütte (2.362 m) 141 Winnebach (1.692 m) 141 Gries (1.572 m) 131 Vordere Sulztalalm (1.915 m) 131 Amberger Hütte (2.135 m)
9. Etappe: Von der Amberger Hütte nach Zwieselstein Heute
wird das erste größere Schneefeld gequert.
Kompasskarte No. 43, 1 : 50.000
Amberger Hütte (2.135 m) 137 Lausbühel (2.155 m) 137 Atterkar Joch (2.970 m) 137 Kaiserbergalm (2.015 m) 137 Alpenruhe (1.400 m) 7 Sölden (1.367 m) 5 Zwieselstein (1.450 m)
10. Etappe: Vom Zwieselstein zum Ramolhaus Dieser Aufstieg führt zur höchstgelegenen Hütte der Tour.
Kompasskarte No. 43 (1 : 50 000)
Zwieselstein (1.450 m) 30 Lenzeralm (1.896 m) 30 Nedersee (2.441 m) 40 Soomsee (2.550 m) 38 Küppelehütte (2.303 m) Zentralalpenweg 02 / 902 / 37 / Ramolhaus (3.006 m)
11. Etappe: Vom Ramolhaus nach Vent Der Alpenhauptkamm wird überschritten.
Kompasskarte No. 43, 1 : 50 000
Ramolhaus (3.006 m) Alpiner Steig / 902 Ramoljoch (3.186 m) 902 Ramolalm (2.318 m) 902 Vent (1.896 m)
12. Etappe: Von Vent zur Schönen Aussicht Jetzt geht es von Österreich nach Italien hinein.
Kompasskarte No. 43, 1 : 50.000
Vent (1.896 m) 902 Rofenhöfe (2.014 m) 902 Hochjochhospitz (2.412 m) Alpiner Steig Zollhütte (2.861 m) Alpiner Steig
13. Etappe: Von der Schönen Aussicht nach Schlanders Ein sehr langer und ermüdender Abstieg.
Kompasskarte No. 52, 1 : 50.000
Schöne Aussicht (2.842 m) 3 Sporthotel Kurzras (2.011 m) 13 A / 8 Gerstgraser Berghütte (2.250 m) 6 Schwarze Lacke (2.500 m) 4 Kalberhütte (2.175 4 Schlanders (721 m)
14. Etappe: Von Schlanders zum Stallwieshof Aus dem tiefen Vintschgau geht es wieder hoch hinauf zum Höhenweg über dem Martelltal.
Kompasskarte No. 52, 1 : 50.000
Schlanders (721 m) Überquerung der Fernstraße 38 / Dorfstraße / Wanderweg Göflan 1 / 2 / 3 Göflaner Alm (1.826 m) 3A Göflaner Scharte (2.404m) 3 Saugwies~(2.000 m) 15 Stallwies (1950 m)
15. Etappe: Vom Stallwieshof zur Marteller Hütte Vom Stilfser Nationalpark geht es auf der Höhe 2.000 m in die Ortlergruppe hinein.
Kompasskarte No. 52, 1 : 50.000
Stallwieshof (1.950 m) 8 Schluderalm (2.005 m) 8 Hirtenhütte (2.049 m) 8 Lyfialm (2.165 m) 6 Enzianalm (2.061 m) 151 Zufallhütte (2.265 m) 03 Marteller Hütte (2.610 m)
16. Etappe: Von der Maiteller Hütte nach Peio Der deutschsprachige Teil Oberitaliens liegt hinter uns.
Kompasskarte
No. 72, 1 : 50.000
Marteller Hütte (2.610 m) 103 La Forcola (3.032 m) 103 Rifugio B. Larcher al Cevedale (2.607 m) 102 Refugio Plan Venezia 127 Peio (1.579 m)
17. Etappe: Von Peio zum Rifu io A. Bozzi Es geht durch ein unbesiedeltes Gebiet, das im 1.Weltkrieg heftig umkämpft wurde.
Kompasskarten No. 72 und No. 71
Peio (1.579 m) 105 / Höhenweg Val Taviela (Bachüberquerung) Höhenweg / 124 Refugio Fontanino (1.700 m) Bergpfad Mga. Cellentino (2.000 m) Bergpfad / 111 Forzellina di Montozzo (2.613 m) 111 Rifugio A.Bozzi al Montozzo (2.478 m).
18. Etappe: Vom Rifueio A.Bozzi nach Temù Bevor es
in die Adamello-Gruppe hineingeht, wandern wir durch das belebte Tal des
Narcanello.
Kompasskarte No. 71, 1 : 50.000
Rifugio A. Bozzi al Montozzo (2.478 m) 2 / Alta Via Camuna Ponte di Legno (1.257 m) 10 Temü (1.155 m)
19. Etappe: Von Temü zum Rifugio Garibaldi
Kompasskarte No. 71, 1 : 50.000
Temü (1.155 m) 11 Lago d' Avio (1.900 m) 11 Lago Benedetto (1.929 m) 11 Refugio Garibaldi (2.553 m)
20. Etappe: Vom Refugio Garibaldi zum Refugio Tonolini Die erste Etappe auf diesem sehr schönen Höhenweg durch die Adamello-Gruppe.
Kompasskarte No. 71, 1 : 50.000
Rifugio
Garibaldi (2553m)
Sentiero Adamello / 1 Passo di Premassone (2.923 m) 1 Lago Premassone (2.719 m) 1 Rifugio Tonolini (2.450 m)
21. Etappe: Vom Refugio Tonolini zum Refugio Prudenzini Der Weg über den Passo del Miller ist etwas anstrengend wenngleich sehr schön.
Kompasskarte No. 71, 1 : 50.000
Rifugio Tonolini (2.450 m) 1 Lago Baitone (2.281 m) 1 Passo del Gatto (2.103 m) 1 Rifugio Gnutti (2.166 m) 1 Passo del Miller (2.826 m) 1 Rifugio Paolo Prudenzini(2.225 m)
22. Etappe: Vom Refugio Prudenzini zum Refugio Lissone Wieder geht es etwas mühsam über einen Paß.
Kompasskarte No. 71, 1 : 50.000
Rifugio
Prudenzini (2.225 m)
1 Passo di Poia (2.775 m) 1 Cuel de Manzoler (2.180 m) 1 Rifugio Lissone (2.017 m
23. Etappe: Vom Rifugio Lissone zum Rifugio Brescia Auf dieser Etappe verließen wir den Sentiero Adamello ein Stück, weil er uns etwas zu gefährlich erschien.
Kompasskarte No. 71, 1:50.000
Rifugio Lissone (2.017 m) 24 Passo Forcel Rosso (2.601 m) 245 Lago di Campo (1.944 m) 242 Passo di Campo (2.288 m) 1 Rifugio Brescia (2.574 m)
24. Etappe: Vom Rifueio Brescia zum Rifui;io Gabriele Rosa Hinter dem Passo Brescia folgt ein steiler Abstieg über einen Felsen, der sich aber auch links umgehen läßt.
Kompasskarte No. 71, 1 : 50.000
Passo Brescia (2.718 m) 1 Passo della Rossola (2.372 m) 1 Passo di Blumone (2.633 m) 1 Rifugio Gabriele Rosa (2.353 m)
25. Etappe: Vom Rifugio Gabriele Rosa zum Refu io . Tassara Nach dem Ende des Sentiero Adamello geht es gemütlich bergab.
Kompasskarte No. 103, 1: 50.000
Rifugio Gabriele Rosa (2.353 m) 18 Passo di val Fredda (2.338 m) 18 Rifugio C. Tassara (1.799 m)
26. Etappe: Vom Rifugio C. Tassara zur Malga Ravenola Vaga Die markierten und nummerierten Wanderwege liegen nun hinter uns. Wir müssen jetzt sehr umsichtig mit Karte und Kompaß auf Wegen und Pfaden wandern. Am Ende der Etappe müssen wir in einer Malga (Schutzhütte für Hirten) biwakieren.
Kompasskarte No. 103, 1 : 50.000
Rifugio
Tassara (1.799 m)
Pfad Bazena (1.802 m) Pfad Ponte di Fontanazza (1.460 m) Pfad Mga. Cogolo (1.543 m) Pfad Travagnoto(1.485 m) Pfad C, se Limen (1.432 m) Pfad Sesa di Sopra (1.329 m) Pfad Sesa di Sotto (1.148 m) Pfad Ponte di Sesa (1.171 m) Pfad Casina Vecchia (1.428 m) Pfad Mga. Ravenola Vaga (1.880 m)
27. Etappe: Von der Mag. Ravenola Vaga nach Collio Auch auf dieser Etappe sind die Wege weder markiert noch nummeriert.
Kompasskarte No. 103, 1: 50.000
Mga. Ravenola Vaga (1.880 m) Pfad Monte Dasdana (2.191 m) Pfad nach Süden zum Karrenweg / Karrenweg nach Westen Passo delle Sette Crocette (2.075 m) Pfad nach Süden Mesorzo (1.692 m) Pfad Memmo (987 m) Dorfstraße oder Pfad südlich der Dorfstraße. Collio (888 m)
28. Etappe: Von Collio nach Ombriano Man geht auf Forstwegen, Wegen und Pfaden; keine Markierung, keine Wegnummern
Kompasskarte No. 103, 1 : 50.000
Collio (888 m) Weg Ciucco Weg Vezale (1.168 m) Weg Campo di Nasso (1.513 m) Weg Pian del Bene di Sotto (1.494 m) Serpentinenweg Ronchi (1.142 m) Weg Le Piazze (1.231 m) Weg Rifugio Ca Fiurida Weg (keine Übernachtungsmtöglichkei) Lazaretto (1.106 m) Weg Ombriano (900 m) Weg
(Übernachtung im Albergo oder privat)
29. Etappe: Von Ombriano nach Lumezzane Auf dieser Wanderung nach einem Meßtischblatt kann auch ein GPS-Gerät zur Orientierung helfen.
Karten: Tavernole sul Mella, 1 : 25.000 Lumezzane, 1 : 25.000
Ombriano (900 m) Weg Fontana Steig Fucine (694 m) Steig Passo della Cavada (1.158 m) Weg Villa (722 m) Wiesenweg Prati di Feifo Wiesenweg Lembrio-Tal (537 m) Weg Navezzole (832 m) Weg Passata Vallazzo (1.185 m) Weg Tesa Guizzi (1.171 m) Weg Corna di Sonclino (1.352 m) Weg Casello (1.300 m) Weg M. Dossone (1.339 m) Weg / betonierter Steig
30. Etappe: Von Lumezzane nach Brescia Auch auf der letzten Etappe muß man sehr Weg sorgfältig - am besten mit einem GPS Gerät - den Weg suchen. Vom Vorort Nave sollte man den Bus zum Bahnhof nehmen.
Karte: Lumezzane, 1 : 25.000
Lumezzane (535 m) Weg Faidana (411 m) Weg Baione (484 m) Weg Roncadure (468 m) Weg C. Settime (525m) Weg Spitzkehre der Fahrstraße (639 m) Weg V. delle Monache (799 m) Weg Fratta dell'Erba (560 m) Weg Piezze (272m) asphaltierter Weg Nave (240 m)
In diesem Vorort von Brescia endet die Wanderung.
Erschienen
in "Der Weit- und
Fernwanderer"
Heft 2 / 1999
Die Wege und ihre Markierung
Von Werner Hohn
Die Markierung der Weit- und Fernwanderwege ist immer einheitlich. Ein weißes Männchen auf blauem Spiegel, gelegentlich ergänzt um den Namen der Route. Wo erforderlich, wird die Markierung um eindeutige Richtungspfeile ergänzt. Selten trifft man auf das schwarze „X“ oder Andreaskreuz zur Kennzeichnung der E-Wege.
Der Heerweg (dän. Hærvejen)
Übern den 270 km langen Heerweg (Viborg – Padborg) muss man nicht viel sagen. Neben dem Gendarmenpfad ist das Dänemarks bekanntester Weitwanderweg. Wanderkarten gibt es keine. Alle Karten die man benötigt können im Maßstab 1:50.000 aus dem Internet runtergeladen werden und lassen sich ausdrucken. Der Drucker wird 15 Karten im DIN A 4 Format auswerfen. Neben den beiden Wegvarianten (Fuß- und Radweg) enthalten die Karten Symbole für Campingplätze, Primitive Zeltplätze und Touristeninformationen.
Die Markierung, weißes Männchen auf blauem Spiegel, ist sehr gut. Meist findet man das Schildchen auf extra aufgestellten Pfählen, in Orten als Aufkleber an Masten und Mauern.
Im Norden zwischen Viborg und Nørre Snede ist der Weg sehr einsam. Dort kann es laut Auskunft des DVL und der Touristeninfo in Vojens auf einigen Strecken erforderlich sein, auf einen einfachen Zeltplatz auszuweichen oder die Etappen zu verlängern. Die Karten im Internet zeigen das sehr gut, so das sich gut vorplanen lässt. Oder man bezieht die weiter unten erwähnten Wander- und Pilgerherbergen mit in die Planung ein.
Wer den ganzen Weg gehen will, sollte von Norden nach Süden gehen. Einmal ist es angeblich die „traditionelle“ Gehrichtung, und der nördliche Teil soll auch schöner sein – wenn auch weltabgeschiedener.
Natürlich wird der Heerweg über viele befestigte Wirtschaftswege, kleine ruhige Sträßchen und einige Radwege geführt. Immer da wo es möglich ist, wird aber auf Wiesen- und Waldwege zurückgegriffen, auch wenn dafür teils erhebliche Umwege in Kauf genommen werden.
Fast alles übern Heerweg: http://www.haervej.dk/german/index.htm
Ein aktuelles Unterkunftsverzeichnis (PDF) ohne die Zeltplätze gibt es nur in der dänischen Version der Seite: http://www.haervej.dk/Overnatningsmuligheder_langs_Haervejen.pdf
Seit einigen Jahren ist der Heerweg Teil der dänische Pilgerwege. Das hat dazu geführt, dass man heute zwischen Viborg und Padborg 10 private Pilger- oder Wanderherbergen vorfindet. Meist sind es einfache Unterkünfte mit Etagenbetten in großen Schlafräumen. Küche und Dusche sind überall vorhanden. Wir haben einmal in einem dieser Häuser geschlafen und 10 Euro pro Person gezahlt. Nach einem Pilgerausweis hat niemand gefragt. Eine Übersicht als PDF gibt es bei: http://www.pilgrimsvandring.dk/index.php?download=HerbergerLangsHaervejen.pdf
Die Wanderroute Århus – Silkeborg (dän. Vandreruten Århus – Silkeborg)
63 Kilometer gibt der Flyer für die Wanderroute Silkeborg – Århus an. Schon beim Blick auf die darin enthaltende Karte wurde uns klar, dass das nicht ganz richtig sein kann. Die Durchquerungen der Städte Silkeborg, Skanderborg und Århus sind wohl nicht mitgerechnet worden. Neben einer kurzen Beschreibung der Sehenswürdigkeiten am Weg enthält der Flyer brauchbare topographische Karteausschnitte 1:100.00 die die komplette Strecke abdecken.
Zusammen mit der sehr guten Markierung reicht der Flyer aus. Allerdings beginnt oder endet die Markierung an den Stadträndern von Silkeborg und Århus. Die komplette Stadtdurchquerung von Skanderborg ist nicht markiert.
Der Herausgeber ist das Århus Amt. Bezogen werden kann der Flyer über den DVL - Dansk Vandrelaug. Internet: http://www.dvl.dk/358/158
Die Molsroute (dän. Molsruten oder Vandreruten Grenaa- Århus)
Die 80 Kilometer lange Molsroute beginnt am Fährhafen in Grenå und endet unterhalb der Jugendherberge von Århus am Rand des Stadtparks. Von allen drei hier erwähnten Strecken war die Molsroute die mit der schlechtesten Markierung. Teils fehlten die Schilder komplett, wie im Bereich der nördlichen Vorstädte von Århus, teils war die Markierung sehr lückenhaft. Allerdings reicht auch hier der sehr gute Flyer, um den Weg sicher zu finden. Im Bereich zwischen der Hafenstadt Grenå und Rugård (erste Etappe von Norden) soll keine Markierung vorhanden sein. Dort gibt der Küstenverlauf den Weg vor.
Wer im Sommer unterwegs sein will, sollte berücksichtigen, dass der Weg teils über den Strand geführt wird. Besonders im Bereich von Århus könnte man dann Irritationen bei den Badegästen auslösen, vom fehlenden Platz für eine Strandwanderung mit Rucksack ganz zu schweigen.
Der Herausgeber ist das Århus Amt. Bezogen werden kann der Flyer über den DVL - Dansk Vandrelaug. Auf deren Internetseite lässt sich der Flyer als PDF runterladen und ausdrucken:
Wandergebiet: Korsika
Grande Randonée 20 (GR 20)
Charakter:
Alpiner
Weitwanderweg über 200 km Länge, teilweise mit Kletterstellen -durch Ketten
gesichert-, nichts für Anfänger, aber traumhafter Weg mit herrlichen
Ausblicken über die ganze Insel. Vor allem im Frühsommer oder Herbst sollte
man den Weg nicht unterschätzen. In den 80er Jahren sind 2 Wanderer aus unserer
Region im Schneesturm wenige 100 Meter vor einer Berghütte erfroren. Im Juli
und August nur zu empfehlen für Wanderer mit Zelt, da die Hütten hoffnungslos
überbelegt sind. Infolge der Führung des Weges durch die Nationalparks,
besteht nur eingeschränkte Möglichkeit zur Verpflegung und zum Einkauf von
Lebensmittel. Wer in den Selbstversorgerhütten übernachtet, benötigt einen
Schlafsack.
Etappeneinteilung:
1. Calenzana – Refuge d’Ortu di u Piobbu 2. Refuge d’Ortu di u Piobbu – Refuge de Carozzu 3. Refuge de Carozzu – Haut-Asco
4. Haut-Asco – Refuge de Tighjettu 5. Refuge de Tighjettu – Castel di Vergio 6. Castel di Vergio – Refuge de Manganu 7. Refuge de Manganu – Refuge de Petra Piana 8. Refuge de Petra Piana – Refuge de l’Onda 9. Refuge de l’Onda – Vizzavona (Gare) 10. Vizzavona – Bergeries de Capanelle 11. Refuge de Capanelle – Refuge de Prati 12. Refuge de Prati – Refuge d’Usciolu 13. Refuge d’Usciolu – Refuge de Asinau 14. Refuge d’Asinau – Refuge d’I Paliri 15. Refuge d’I Paliri - Conca
Literatur:
Topo-guide „A travers la montagne corse“ (auf Französisch mit Kartenausschnitten) Hans Schymik: Bergwelt Korsika, Führer für Wanderer und Bergsteiger (Verlag Fink-Kümmerly + Frey) Hans Schymik: Korsika Wanderführer (Verlag J. Berg) Schröder/Pagenstecher: Korsika inkl. GR 20 (Verlag Martin Velbinger)
Karten:
Corse du Nord, Edition Didier Richard, 1:50.000 (vollkommen ausreichend) Corse du Sud, Edition Didier Richard, 1:50.000 Detailkarten IGN 1:25.000
Korsika, Mare a mare Nord
Der „Mare a mare Nord“ ist eine von mehreren Alternativen für Wanderer zum „GR 20“, der leider im Sommer hoffnungslos überlaufen ist. Mit 1592 Meter maximaler Höhe eignet er sich für Wanderungen im Frühjahr und Herbst. Im Gegensatz zum GR 20 weist er keine Kletterstellen auf und hat keinen ausgesprochenen alpinen Charakter. Da er nicht nur im Nationalpark verläuft, wird bei den Unterkünften auf die Ortschaften zurückgegriffen, sodaß auch die Versorgungslage erheblich besser ist, als auf dem GR 20. Die Übernachtung erfolgt in Hotels und Wanderunterkünften (teilweise mit oder ohne Verpflegung). Die Mitnahme zumindest eines Hüttenschlafsackes ist zweckmäßig. Der Wanderer sollte nicht vergessen, dass im Landesinnern kein Mittelmeerklima herrscht und die Nächte empfindlich kalt werden können. In 10 Tagesetappen wird Korsika von Ost nach West durchquert. Die letzten 2 Tagesetappen verläuft er gemeinsam mit dem „Mare e Monti“.
Wegeverlauf:
1. Etappe: Moriani – Pied’Alesani 2. Etappe: Pied’Alesani – Pianellu 3. Etappe: Pianellu – Sermano 4. Etappe: Sermano – Corte 5. Etappe: Corte – Refuge „A Sega“ 6. Etappe: Refuge A Sega – Albertacce 7. Etappe: Albertacce – Col de Vergio 8. Etappe: Castel di Vergio – Marignana 9. Etappe: Marignana – Refuge „A Case“ 10. Etappe: A Case – Cargèse
Internet: www.parc-naturel-Corse.com
Literatur: Topo-guide „Corse“ Nr. 065, Entre mer et montagne (auf Französisch mit Kartenausschnitten), 4. Auflage 1997 Abenteuer & reisen: „Korsika entdecken & erleben“, Mairs Geographischer Verlagen, 1. Auflage 1996 (siehe auch Literatur bei GR 20)
Karten: Detailkarten IGN 1:25.000 Corse du Nord, Edition Didier Richard 1: 50.000 (Neuauflage in Vorbereitung)
Korsika, Mare e monti
Der „Mare e monti“ ist eine von mehreren Alternativen für Wanderer zum „GR 20“. Mit 1153 Meter maximaler Höhe eignet er sich für Wanderungen fast das ganze Jahr über. Im Gegensatz zum GR 20 weist er keine Kletterstellen auf und hat keinen ausgesprochenen alpinen Charakter. Da er nicht nur im Nationalpark verläuft, wird bei den Unterkünften auf die Ortschaften zurückgegriffen, sodaß auch die Versorgungslage erheblich besser ist, als auf dem GR 20. Die Übernachtung erfolgt in Hotels und Wanderunterkünften (teilweise mit oder ohne Verpflegung). Die Mitnahme zumindest eines Hüttenschlafsackes ist zweckmäßig. Der Wanderer sollte nicht vergessen, dass im Landesinnern kein Mittelmeerklima herrscht und die Nächte empfindlich kalt werden können. In 10 Tagesetappen wird Korsika im Westen von Nord nach Süd, ausgehend von Calenzana –gleichzeitig auch Beginn des GR 20- bis nach Cargese, das von griechischen Flüchtlingen während der Zeit der Genuesenherrschaft auf Korsika gegründet wurde, gequert. Die letzten 2 Tagesetappen verläuft er gemeinsam mit dem „Mare a Mare Nord“.
Wegeverlauf:
1. Etappe: Calenzana – Bonifatu 2. Etappe: Bonifatu – Tuarelli 3. Etappe: Tuarelli – Galeria 4. Etappe: Galeria –Girolata 5. Etappe: Girolata – Curzu 6. Etappe: Curzu – Serriera 7. Etappe: Serriera – Ota 8. Etappe: Ota – Marignana 9. Etappe: Marignana – Refuge „A Case“ 10. Etappe: "A Case" - Cargèse
Internet: www.parc-naturel-Corse.com
Anreise Flug: Air France: www.airfrance.fr CCM: www.corsemed.com Air Littoral: www.airlittoral.com Air Lib: www.airlib.com
Anreise Schiff: Société nationale corse méditerranée: www.sncm.fr Corsica Ferries: www.corsicaferries.com
Literatur: Topo-guide „Corse“ Nr. 065, Entre mer et montagne (auf Französisch mit Kartenausschnitten), 4. Auflage 1997 Abenteuer & reisen: „Korsika entdecken & erleben“, Mairs Geographischer Verlagen, 1. Auflage 1996 (siehe auch Literatur bei GR 20)
Karten: Detailkarten IGN 1:25.000 Corse du Nord, Edition Didier Richard 1: 50.000 (Neuauflage in Vorbereitung)
Qualitätswanderwege auf der
Von Günther Krämer
Endlich hat auch die Schwäbische Alb, die sich bisher nicht weniger
Wander-Superlative rühmte, ihre Qualitätswanderwege.
Die Vergangenheit: Der Schwäbische Albverein ist außerhalb der Alpen der älteste
und mitgliederstärkste Wanderverein, sein Wegenetz ist dicht, das
Markierungssystem mit Hauptwegen, Querwegen und Zugangswegen stammt aus dem 19.
Jahrhundert und ist für Außenstehende kaum zu durchschauen, die Hauptwanderwege
führen als echte Weitwanderwege von A nach B, der HW 1, der Alb-Nordrand-Weg,
gilt als aussichtsreichster (schönster?) Wanderweg in Mitteleuropa außerhalb der
Alpen. Was will man mehr?
Die Fakten:
Ortsverbindungswege und Feldwege und damit viele SAV-Wanderwege wurden
asphaltiert, die Flurbereinigung hat den rechten Winkel in die Landschaft
eingebaut, viele Wege, die früher durch Obstwiesen führten, enden heute am
Kreisverkehr an der Zufahrt zum neuen Gewerbe- oder Wohngebiet. Und an schönen
Wochenenden überfluten Menschen- und Automassen die schönsten Teile der Alb,
Motorräder
verlärmen den Albaufstieg, der Verdichtungsraum um
Stuttgart ist nah! Einige Jugendherbergen wurden geschlossen, in verschiedenen
Wanderheimen kann man nicht mehr übernachten.
Nun sind der
Donauberglandweg und der Donau-Zollernalb – Weg als Qualitätswege zertifiziert,
Der Hohenzollernweg, der Alb-Nordrand-Weg, der
Alb-Südrand-Weg oder der Burgenweg verdienen auf
langen Abschnitten das Prädikat, z. T. läuft das Zertifizierungsverfahren. Neben
dem einfachen Dorfwirtshaus mit bodenständiger Küche lockt der Rest der
inzwischen stark ausgedünnten Gastronomie mit Sternen, Kochmützen und
SlowFood-Schnecken. Es lohnt sich also doch, auf der Schwäbischen Alb weit
zuwandern!
Donauberglandweg
In vier Tagesetappen führt der Weg
von den zehn Tausendern, den höchsten Erhebungen der Schwäbischen Alb (Lemberg
1015 m), hinunter zum Donaudurchbruch durch die Schwäbische Alb. Vom
Lembergturm, einer dem Eiffelturm nachempfundenen Stahlkonstruktion blickt man
bei guter Sicht vom Feldberg im Schwarzwald bis zu den Schweizer Alpen. An der
Hangkante geht es aussichtsreich zum Klippeneck (967 m), dessen Wetterstation
mit die meisten Sonnenscheinstunden Deutschlands verzeichnet. Das
Claretinerkloster auf dem Dreifaltigkeitsberg, ein bedeutender Wallfahrtsort,
ist erster Höhepunkt der zweiten Etappe, die in über 900 m Höhe über die
wunderbare Landschaft der Albhochfläche mit ihren vom Frühjahr bis
in den Herbst hinein blütenreichen Wacholderheiden schließlich durchs Lipbachtal
ins hoch über der Donau liegende alte Städtchen
Mühlheim führt. Die
Karstlandschaft der Schwäbischen Alb stellt sich auf der dritten Etappe vor: Die
hauptsächlich bei Immendingen versickerte Donau erhält durch Nebenflüsse
allmählich wieder Wasser, Tropfsteinhöhlen wie die Mühlheimer Felsenhöhle oder
die Kolbinger Höhle und schließlich am Etappenende die ersten hoch aufragenden
Felsen des Donaudurchbruchs, der Knopfmacherfels und der Stiegelesfels bei
Fridingen. Die vierte Etappe schließlich führt hoch über dem Durchbruchstal der
Donau über das Schloss Bronnen zum Benediktinerkloster Beuron. Mit einer Länge
von knapp über 70 km und einer Dauer von 4 Tagen erfüllt der Donauberglandweg
allein nicht die
Kriterien für einen Weitwanderweg. Aber drei insgesamt 46 km lange
Extra-Rundwanderwege ergänzen den Weg.
Donau-Zollernalb-Weg
Der rührige und für das Wandern
sehr aufgeschlossene Tourismuschef des Landkreises Tuttlingen, Walter Knittel,
hat das Potential der großartigen Landschaft erkannt. So wurde der
Donauberglandweg durch den Donau-Zollernalb-Weg ergänzt, der in Beuron direkt an
den Donauberglandweg anschließt und in weiteren 10 Etappen über 162 km in einem
großen Bogen über die Alb zurück zum Ausgangspunkt, dem Lemberg, führt. Von
Beuron bis Hausen im Tal und auf den nächsten beiden Abschnitten bis Gutenstein
und Sigmaringen dominieren die Burg Wildenstein und das Schloss Werenwag neben
vielen Ruinen über hohen Felswänden, im Tal romantische Abschnitte mit alten
Mühlen,
Höhlen über Höhlen, das ehemalige Kloster Inzigkofen und schließlich die
Hohenzollernresidenz Sigmaringen. Von hier aus geht es ins malerische
Laucherttal, zunächst ins pittoreske Städtchen Veringenstadt, wo der
Neandertaler auf der Donaubrücke den Wanderer empfängt und seine Höhlen schon
von weitem zu sehen sind. Über Hettingen, eine der kleinsten Städte des Landes,
aber mit einem großen Schloss ausgestattet, wird das ehemalige Oberamtsstädtchen
Gammertingen erreicht. Danach geht es hinauf auf die ruhige Albhochfläche,
hinüber zur Ruine Straßberg, dann oberhalb des Schmeietals nach Albstadt, wo
Textilindustrie und Jugendstilgebäude dominieren. Der Weg geht weiter zum
Stauffenberg-Schloss in Lautlingen, dann den Berg hoch zur höchstgelegenen Stadt
Deutschlands, Meßstetten, 907 m über dem Meer. Man vermutet in dieser Höhe
eigentlich nur noch Wald oder Weiden. Tatsächlich ist Meßstetten Industriestadt,
und in der Umgebung gibt es sogar, wenn auch wenig ertragreich, Getreideanbau,
den höchsten nördlich der Alpen. Am Albrand entlang besteigen wir noch alle zehn
über 1000 m hohen Erhebungen der Alb und genießen die Ausblicke vom Albtrauf ins
Albvorland.
Hohenzollernweg
Dieser Weitwanderweg wurde vom
Albverein markiert und führt in 11 Etappen über 224 km von Residenz zu Residenz
durch das ehemalige Fürstentum Hohenzollern. Stichwortartig der Verlauf: Glatt –
Haigerloch – Hechingen – Burladingen – Gammertingen – Laucherttal – Hettingen –
Veringenstadt – Sigmaringen („Hauptstadt“ von Hohenzollern) – Inzigkofen –
Donaudurchbruch bis Beuron – Meßstetten – „Tausender“ am Albtrauf – Schömberg –
Geopark-Infostelle Dotternhausen – Rosenfeld – Glatt. Teilweise verläuft der
Hohenzollernweg auf den oben beschriebenen Qualitätswegen. Aber auch auf den
anderen Abschnitten ist der Weg meistens der Zertifizierung würdig. Diese hat
der Hohenzollernweg eigentlich überhaupt nicht nötig, denn er
verknüpft mit Residenzschlössern, malerischen Altstädten, Höhlen, hohen
Aussichtsbergen, wertvollsten Naturschutzgebieten, Wallfahrtskirchen von der
Romanik bis zum Jugendstil, alten Mühlen, Burgen und Ruinen, Synagogen, Museen
aller Art, Geopark-Infozentren, Naturschutzzentren, Karstformen wie Dolinen und
Trockentäler, wildromantischen Tälern und einmaligen Fossilienfundstellen so
ziemlich alles, was ein Weitwanderweg überhaupt bieten kann.
Unsere Mitgliederwanderung zeigt einen kleinen Ausschnitt aus der
Wanderlandschaft an der Oberen Donau.
Näheres unter
www.lustwandeln.net/schwalb.htm
und
www.hohenzollernstrasse.de/tourenvorschlaege/zu_fuss/ Erschienen in "Wege und Ziele" Zeitschrift des Vereins Netzwerk Weitwandern e.V. Ausgabe 29 - August 2009
Wicklow Way (Teil des E 8) Streckenwanderung Marlay Park (County Dublin) - Clonegal (County Carlow) 132 km
Region: Leinster (Eastern Region)
Etappen: siehe www.walkireland.ie (Englisch), 11 Etappen (Halbtagestouren)
Internetadresse: www.wicklowway.com
Betreuung des Weges: National Waymarked Ways Advisory Committee, Irish Sports Council, West End Business Park, Blanchardstown, Dublin 15, Tel: 00353(0)1-860 8823, E-Mail: cmacdonnell@irishsportscouncil.ie Internet: www.walkireland.ie
Wanderführer: Michael Fewer, „The Wicklow Way“, (1998), enthält auch Kartenausschnitte, Ordnance Survey Ireland, ISBN 1-901496-12-0 Wicklow Way Map Guide –EastWest Mapping The Complete Wicklow Way J.B. Malone (veraltet) “Abenteuer Trekking”, Irland, Ute und Peter Freier, Bruckmann-Verlag (einziger deutschsprachiger Führer, nicht mehr im Buchhandel erhältlich)
Wanderkarten: Discovery Series Nr. 56 Wicklow, Dublin, Kildare und Nr. 62 Carlow, Wexford, Wicklow
Unterkünfte: Wicklow Way | Accommodation
siehe auch „Wege und Ziele“ Ausgabe 18, Dezember 2005
The South Leinster Way (Teil des E 8)
Streckenwanderung Kildavin (County Carlow) – Carrick-on-Suir (County Kilkenny) 100 km
Region: Leinster (Eastern Region)
Etappen: siehe www.walkireland.ie (Englisch), 11 Etappen (Halbtagestouren)
Betreuung des Weges: National Waymarked Ways Advisory Committee, Irish Sports Council, West End Business Park, Blanchardstown, Dublin 15, Tel: 00353(0)1-860 8823, E-Mail: cmacdonnell@irishsportscouncil.ie, Internet: www.walkireland.ie
Wanderführer: The South Leinster Way Map Guide, ISBN 1 899815 00 7 –EastWest Mapping, Tel./Fax 00353(0)54/77835, E-Mail: eastwest@eircom.net, Internet: EastWest Mapping: Ireland Walking Maps. Guidebooks.
Wanderkarten: Discovery Series Nr. 68, 75, 76
Kontaktadresse: Kilkenny Tourist Office, Rose Inn Street, Kilkenny, Tel. 00353(0)56 – 51500, Email: kdowling@southeasttourisme.ie
Unterkünfte: www.southeasttourism.ie
The Grand Canal Way Streckenwanderung Lucan Road Bridge, Lock 12 (Lucan or Milltown), County Dublin – Shannon Harbour (County Offaly) 114 km
Region: Leinster (Eastern Region)
Etappen: siehe www.walkireland.ie (Englisch)
Betreuung des Weges: National Waymarked Ways Advisory Committee, Irish Sports Council, West End Business Park, Blanchardstown, Dublin 15, Tel: 00353(0)1-860 8823, E-Mail: cmacdonnell@irishsportscouncil.ie, Internet: www.walkireland.ie
Wanderführer: Guide to the Grand Canal, The Waterways Service
Wanderkarten: Discovery Series Nr. 47, 48, 49, 50, 53
Kontaktadresse: Waterways Service, Dúchas, the Heritage Service, 17 – 19 Lower Hatch Street, Dublin 2, Tel.: 00353(0)1-647 2557, Email: waterwaysireland@ealga.ie | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||